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Mit ihrem Kammer-Core begeisterten Coppelius...
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...rund 400 Fans im sehr gut gefüllten MusikZentrum
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Hannover-Einstand gelungen: Unzucht um Sänger Daniel Schulz eröffneten den Abend
Hannover-Einstand gelungen: Unzucht um Sänger Daniel Schulz eröffneten den Abend

15. November 2010

Coppelius spielten Samstag im MZ

Hannover-Premiere für Unzucht

Ein bisschen düster, ein bisschen morbide und vor allem sehr voll war es, als am Samstag Coppelius und Unzucht im Musikzentrum aufspielten.

Mit einem relativ kurzen Set beginnen Unzucht pünktlich den Abend und lassen das Publikum zu Liedern über Sehnsucht, Vernichtung, schwarzes Blut und Liebe tanzen. Hätte sich ein großer Teil des Publikums nicht an der Kleidung des Headliners orientiert, hätte man meinen können, Unzucht wären der Publikumsmagnet gewesen. Mit ihrer schweißtreibenden Mischung aus Darkwave, Industrial und Alternative mobilisierte die Band nahezu das gesamte Publikum.

Die Band, die auf wenige, dafür aber erlesene Gigs, zurückblicken kann, war das erste Mal in Hannover, auch wenn beispielsweise Der Schulz (Gesang) mit seinem Soloprojekt die Bühne im Musikzentrum schon einmal bespielte.
Während die Band noch Lieder wie „Der Letzte Tanz“ zum Besten gibt, strömen auch die letzten vom Wetter ins Trockene Getriebenen in die Halle.

Die Grenzen zwischen Musik und Theater zu verwischen war dann die Aufgabe der sechs Musiker von Coppelius. Den Beginn macht Butler Bastille: Mit einem Staubwedel und einem Besen bewaffnet bereitet er die Bühne vor, bevor die Herren sie betreten. Dem Aussehen und den Instrumenten nach zu urteilen irgendwo vor ein paar Jahrzehnten bis -hunderten stecken geblieben, ziehen Coppelius vor allem Jüngere an. Die Band selbst spricht von den frühen 1920ern in Berlin, es könnte aber auch „19. Jahrhundert plugged“ sein.

Die Kombination aus Zylinder, Gehrock und Hardrock ist durchaus eigenwillig, die Melodien teilweise etwas frickelig und doch vermögen Max Coppella, Comte Caspar (beide Gesang und Klarinette), Nobusama (Drums), Graf Lindorf (Cello) und Sissy Voss (Bass) das Publikum zum Feiern und Mitsingen zu bewegen.

Während Comte Caspar auf der Theke stehend spielt, einige Fans auf der Bühne ihr Haupthaar schütteln und der Butler auch während des Konzertes weiter Staub putzt, zeigt die Band, dass Iron Maiden sich anscheinend stark an der coppelianischen Zeit orientieren und gibt Lieder zum besten, die sehr stark an die Briten erinnern, wenn nicht sogar von diesen stammen.Inhaltlich orientiert sich der „Kammer-Core“ stark an E. T. A. Hoffmann, aus dessen Werk auch der Bandname stammt. So werden Habsucht, Neid und schwarze Romantik besungen ohne den Humor zu vergessen.

Stilecht mit „Da Capo“- Rufen zurück auf die Bühne gerufen, kann man wohl davon ausgehen, dass die Band nach Auftritten auf dem Fährmannsfest, im Capitol und, wie Samstag, im Musikzentrum den Weg nach Hannover nicht das letzte Mal gefunden hat.

Weitere Infos unter:
http://www.myspace.com/unzuchtmusic
http://www.coppelius.eu/
http://www.myspace.com/coppeliushilft

Fotos und Bericht: Tobias Heinze

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KOMMENTARE zum Artikel:

 uwe rentziehausen am 15.11.10, 09:32 Uhr
Ein absolut gelungener abend ,Unzucht und Coppelius ,eine gute Mischung ,hoffe beide Bands noch öfter in Hannover zu sehen /hören .




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