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Hatten am Ende die Nase vorn: Fibre aus Hannover gewannen den Sixpack 2009
Hatten am Ende die Nase vorn: Fibre aus Hannover gewannen den Sixpack 2009

Sabine vom MusikZentrum und Moderator Norwin präsentieren die amtliche Siegeruhrkunde
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Traten mit dem ausgefallensten Namen an: Knallfrosch Elektro aus Aurich
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Wurden Zweiter: Remember aus Hemmingen
Wurden Zweiter: Remember aus Hemmingen

Platz 3 belegten Merry-Go-Round aus Göttingen
Platz 3 belegten Merry-Go-Round aus Göttingen

14. Dezember 2009

Spaß gemacht, wie schon so oft

Die Band Fibre gewinnt den Sixpack

So jung werden wohl noch nicht viele Gewinner in der mehr als 20-jährigen Geschichte des Sixpack-Contests gewesen sein: Die vier Jungs der hannoverschen Band Fibre sind noch keine 20 und überzeugen dennoch Publikum und Jury.

Sie spielen melodischen Rock, auf den Punkt und ohne Schnörkel. Damit erfinden sie das Rad nicht neu, setzen aber dennoch an den richtigen Stellen Akzente, sind nie langweilig. Nach eigener Aussage möchten sie nicht ihr technisches Können beweisen, sondern mit ihrer Musik berühren. Das gelingt ihnen beim diesjährigen Sixpack-Wettbewerb am Sonnabend im Musikzentrum. Eine Band von der mit Sicherheit noch häufiger zu hören sein wird. Und das ist mal eine Voraussage bei der sich der Schreiberling fast sicher ist.

Der zweite Platz geht an Remember, die ebenfalls aus Hannover kommen. Das ist eine sehr ambitionierte Band, die viele Ideen hat und technisch auch in der Lage ist, sie umzusetzen. Manchmal jedoch sind es fast schon ein paar zu viele Ideen, die sie in einem Song unterbringen, zuweilen wirken die Lieder etwas überladen. Dennoch geht der zweite Platz verdient an sie. Die Besucher tanzen zum Rock und Pop von Remember.

Fibre und Remember sind dann auch die beiden Bands, bei denen die Besucher am meisten abgehen. Sie haben wohl auch am meisten Fans dabei. Das ist der Vorteil von Bands aus Hannover. Dennoch sollte erwähnt werden, dass es in der Sixpack-Geschichte nicht immer so war, dass hannoversche Bands gewinnen oder diejenigen, die die meisten Fans dabei haben. Hier kam es auch immer wieder zu Überraschungen, das macht den Contest so glaubhaft. Doch dieses Mal waren es eben einfach auch die besten Bands.

Den dritten Platz können Merry-Go-Round aus Göttingen für sich verbuchen. Sie spielen Pop, Ska und Reggae, haben auch Bläser dabei. Technisch versiert, mit Leidenschaft dabei, hier und da könnten die Songs vielleicht noch ein bisschen spannender und überraschender sein.

Auch die Band Loser Shoes kommt aus Göttingen. Die vier Musiker spielen poppigen Punkrock. „Wir wären gerne die neuen Donots, quatsch, wir sind die neuen Donots“, sagt Sänger Sebastian selbstbewusst, aber auch mit einem Augenzwinkern. Musik, die nach vorne los geht und einfach Spaß macht. Mit dieser Musik einen Contest zu gewinnen, ist natürlich schwierig, weil sie die Originalität nicht unbedingt gepachtet hat. Aber die Donots haben bestimmt auch keine Contests gewonnen und sich trotzdem ganz ungeniert in die vorderen Reihen gespielt. „Unsere Message an euch ist: Alles wird gut“, schreit Sebastian vor dem letzten Song. Das gilt auch für die Band, auch wenn sie nicht aufs Treppchen gekommen ist.

Den weitesten Weg hatten Knallfrosch Elektro aus Aurich, die es leider auch nicht unter die ersten drei Plätze schaffen. Dabei gewinnen sie auf jeden Fall den Preis für den originellsten Namen dieses Wettbewerbs, wie auch Moderator Norwin mehrfach verkündet. Auch musikalisch können sie überzeugen. Druckvoller Rock mit einer Prise Crossover, circa Mitte der neunziger Jahre. Treibende Gitarren, ein druckvoller Bass und auf den Punkt gesetzte Shouts des Sängers.

Zudem haben die Musiker viel Spaß auf der Bühne und können den auch auf das Publikum übertragen. Gute Band.

Schließlich spielt noch der hannoversche Singer/Songwriter Marc Rous und Band. Das ist ohne Frage originell, denn die meisten Bands treten auf Contests nicht mit dieser Musikrichtung an. Rous kann leider nicht ganz überzeugen, vermag die Zuschauer emotional nicht zu fesseln. Das mag aber auch daran liegen, dass sie durch die vorherigen Bands eher in der Stimmung sind, ordentlich zu rocken.

Doch stolz können am Ende wohl alle Bands sein, denn sie haben sich gegen rund 100 andere Bewerber in der Vorausscheidung durchgesetzt. Alles in allem, war es sicher nicht der beste Sixpack-Contest aller Zeiten, aber Spaß gemacht hat er, wie schon so oft. Und darauf kommt es am Ende an. Alles wird gut.

Mehr Bilder vom Sixpack in der Galerie Bitte hier klicken

Fotos und Bericht: Tobias Lehmann

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