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Immer noch voller Energie: Justin Sullivan und seine Band New Model Army...
Immer noch voller Energie: Justin Sullivan und seine Band New Model Army...

...bei ihrer intensiven Show in Hannover
...bei ihrer intensiven Show in Hannover

Fast schon üblich bei New Model Army: Vor Begeisterung stellen sich manche Fans auf die Schultern ihrer Mitmenschen, so auch im Capitol
Fast schon üblich bei New Model Army: Vor Begeisterung stellen sich manche Fans auf die Schultern ihrer Mitmenschen, so auch im Capitol

12. März 2010

Gänzlich glücklich

New Model Army spielten im Capitol

Kaum zu glauben: Seit 30 Jahren stehen New Model Army auf der Bühne, und bis heute hat die Gruppe um Sänger und Frontmann Justin Sullivan nichts an Präsenz und Kraft verloren. Wer am Mittwoch das gut besuchte Konzert der Engländer im Capitol verfolgt hat, konnte sich davon selbst ein Bild machen, mit wieviel Power New Model Army noch immer an den Start gehen. Mehr noch: Die Band scheint einen Jungbrunnen für sich entdeckt zu haben. Das spiegelt sich zwar nicht unbedingt am Aussehen der Mitglieder wieder, wohl aber an der Energie, die die Band bei ihren Konzerten an den Tag legt. New Model Army scheinen auf der Höhe ihrer Zeit zu sein. Denn nicht nur die Bühnenpräsenz, auch der Druck und das Zusammenspiel der Mitglieder lassen vermuten, dass die Band noch lange nicht alles gesagt hat.

Dies zeigt sich auch mit dem neuen Album „Today Is A Good Day“ das New Model Army am Mittwoch im Capitol vorgestellt haben. Auch wenn die letzten Platten sicherlich nicht schlecht waren, hat man von der Band lange nicht mehr so ein kompaktes Album mit absolut stimmigem Songwriting zu hören bekommen. Das wirkt sich auch auf die Live-Umsetzung aus: Die neuen Stücke strahlen gerade in der Bühnenfassung ihren ganz eigenen Glanz aus.

Und so beginnt die Band ihre Show mit „States Radio“ auch gleich mit einem Titel des im September 2009 erschienenen Albums – und legt damit gleich eine brachiale Lunte aus für mehr als 90 Minuten Power am Stück. Beim zweiten Titel „Get me out“, gerade bei Liveshows schon immer ein Brecher vor dem Herren, fliegen im Publikum beim ausgelassenen Tanz schon die ersten Körper durch die Gegend. Mit „The Charge“ und „White Light“ bleibt die Band zunächst bei älteren Stücken, um dann wieder neuere Titel in die Stelist einfließen zu lassen. Das funktioniert wunderbar, denn das Publikum nimmt auch die Stücke von „Today is a good Day“ dankbar auf.

Auch die Band spielt sich in Rage: Obwohl New Model Army gleich zu Beginn schon kräftig nach vorne rocken, verdichtet sich das Zusammenspiel im Laufe des Abends immer mehr zu einer glanzvollen Leistung. Die wenigen langsamen Nummern wie „White Coats“ sind eine angenehme Ruhepause, um zwischenzeitlich mal Luft schnappen und durchatmen zu können. Einige Menschen im Publikum stehen dabei, wie es bei New-Model-Army-Konzerten schon üblich ist, auf den Schultern ihrer Mitmenschen.

Das peitschende „Wonderful Way To Go“ schließt das offizielle Set ab. Und obwohl schon das Licht in der Halle brennt, wollen die Zuschauer ihre Helden noch lange nicht gehen lassen. Mit dem brillanten „Green And Grey“ entlassen die Briten dann kurz darauf ihr Publikum gänzlich glücklich in die Nacht.

Fotos und Bericht: Daniel Junker

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KOMMENTARE zum Artikel:

 hsot am 12.03.10, 11:20 Uhr
Stelist?? Haben die die ganze Zeit gestanden? Is ja doll ;-)




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