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Alternative-Rock aus Springe: Tugana gewannen den Sixpack 2011 im MusikZentrum
Alternative-Rock aus Springe: Tugana gewannen den Sixpack 2011 im MusikZentrum

Metal aus Burgwedel auf Platz 2: Die Band Cumhunt in Aktion
Metal aus Burgwedel auf Platz 2: Die Band Cumhunt in Aktion

Progressiver-Rock, atmosphärischer Pop: The Aqualung aus dem Raum Osnabrück wurde Dritter
Progressiver-Rock, atmosphärischer Pop: The Aqualung aus dem Raum Osnabrück wurde Dritter

Glückliche Gesichter zu später Stunde: Tugana bei der Siegerehrung
Glückliche Gesichter zu später Stunde: Tugana bei der Siegerehrung

05. Dezember 2011

Mit drei Gitarren zum Sieg

Tugana gewinnen Sixpack 2011

„Wir lieben euch!“ Mit diesem klassischen Rockstarsatz endete der diesjährige Sixpackcontest. Er kam von Alan, dessen Band Tugana den Contest am Sonnabend im Musikzentrum gewonnen hat.

Die sechs Musiker aus Springe jubelten aber alle gleichermaßen laut. Ein Zuschauer schrie: „Drei Gitarren, drei Gitarren.“ Ja, Tugana spielen mit drei Gitarren. Das sorgte für einen fetten, aber auch etwas breiigen Sound. Es war nicht einfach, die Instrumente noch differenziert zu hören. Dennoch überzeugte die Band mit ihrem Alternative-Rockstyle und dem auch besten Sänger des Abends.

Weitere Fotos zu der Veranstaltung findet ihr in der Bildergalerie

Gesanglich nicht überzeugt hat die Drittplatzierte Band des Abends, The Aqualung. Es war die aus technischer Sicht musikalisch beste Band des Abends, die einen ausgefeilten Postrock spielte und dabei gekonnt leise und laute Parts vermischte. Ein Gesang ist für diese Art der Musik vollkommen überflüssig, sie steht für sich selbst. Es wurde auch nicht viel gesungen, aber die kurzen Passagen zeigten, dass ein guter Sänger nicht unter den Musikern ist. Dennoch eine Band, die sicherlich auch in Zukunft in der Szene eine Rolle spielen wird.

Der zweite Platz ging an die Metalband Cumhunt. Der Sänger kündigte eine „Halbballade“ an und sagte: „Ich hoffe, ihr seid heute Nacht nicht nicht alleine. Denn das ist ein echter Schenkelöffner.“ Das gilt aber wohl nur für SM-Fetischisten, denn wirklich romantisch wurde es nicht. Dafür war es auf die brachiale Art und Weise gut und die zahlreichen Besucher applaudierten zu recht laut. Aufmerksamkeit erregte auch der Schlagzeuger, der nur mit Badehose und Socken auf seinem Schemel saß.

One Strike Left feierten schließlich eine Hardcoreparty, die zum Pogotanzen einlud. Es war die Band, bei der vor der Bühne am meisten gefeiert wurde. Phildog präsentierten einen ausgefeilten Pop and Roll und luden dabei auch immer wieder zum Mitfeiern, Klatschen und Tanzen ein.

Und dann waren da noch die beiden Musiker, die „aus einer Anstalt im tiefsten Räuberwald entflohen sind“. So heißt es zumindest in der Bandinfo von Banana Roadkill. Beide Musiker zeigten sich musikalisch vielseitig, wechselten zwischendurch auch mal die Instrumente, Gitarre und Schlagzeug.

Musikalisch schwer zu beschreiben, Pop, Rock, Alternative, Indie. Auf jeden Fall ungewöhnlich und originell. Sie traten als erste Band des Abends auf, wo leider noch nicht so viele Zuschauer da waren. Sonst hätten sie mit deren Stimmen möglicherweise auch noch einen Platz auf dem Treppchen erreichen können. Die Zuschauerstimmen zählten am Ende 40 Prozent, die der Jury 60 Prozent.

Der Contest zeigte sich wieder einmal als musikalisch vielfältige Veranstaltung, bei der viele Stile ihren Platz finden. Die Gewinner dürfen sich jetzt auf eine zehntägige Studioproduktion inklusive CD-Pressung freuen. Zudem sind sie automatisch für das Semifinale des Local-Heroes-Contests 2012 qualifiziert.

Fotos und Bericht: Tobias Lehmann

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