...das immer wieder gern mit dem Hammer-Zeichen grüßt.
Sehr gesprächig und mit brachialem Bass-Solo: Joey DeMaio
01. Februar 2010
Hannover im Zeichen des Hammers
Manowar nicht so laut in der AWD Hall
Seit Samstag, dem 30.Januar 2010 heißt Hannover (wieder) nicht mehr Hannover, auch nicht Hanover, wie es die englische Schreibsweise vorsieht, sondern schlicht „Manover“, zumindest wenn es nach einem Musiker namens Joey DeMaio geht, seines Zeichens Bassist und Fankommunikator bei der Heavy-Metal Band Manowar.
Am Samstag waren Manowar live zu Gast in der AWD Hall und sorgten mit einer 90-minütigen, ohrenscheinlich gar nicht so lauten Metal-Show für Spaß und Kurzweil, auch ohne Harleys und ohne Schwerter auf der Bühne.
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Bevor Manowar die Bühne enterten, gab es zunächst noch handfesten Geradeaus-Metal mit Metalforce, bei deren Titel „Louder, Harder, Metalforce“ das Publikum schon ordentlich in Fahrt kommt und sich seiner Begeisterung freien Lauf lässt. Den zweiten support-Act, Hollyhell, erinnerten einige in der AWD Hall an Nightwish, mit einer Sängerin mit guter Stimme konnten Hollyhell in jedem Fall glänzen.
Manowar werden schließlich dramaturgisch chefmäßig in die Show eingeführt. Eine mit einem riesigen schwarzen Vorhang verdeckte Bühne, Intro mit klassischer Orgel, Vorgang fällt, treibende Double-Bass-Drum von Donnie Hamzik und nicht von Scott Columbus, wie hier ursprünglich zu lesen war (d.Red.), lautstark unterstützt vom Bassspiel Joey DeMaios. Rein von der Körpergröße, die natürlich keine Rückschlüsse auf das Leistungsvermögen eines Musikers geben kann, erinnert Sänger Eric Adams vielleicht ein wenig an Peter Maffay, gibt sich aber stimmgewaltiger als der deutsche Rocker. Gitarrist Karl Logan hätte, seine Frisur zugrunde gelegt, möglicherweise auch eine Rolle in „Waynes World“ ergattern können, die Manowar-Fans werden ihn aber wohl viel lieber hier im Bandcontext erleben wollen.
Während es im Hintergrund zu jedem Song passende Videoprojektionen mit viel Flammen und Blitzen zu sehen gibt, ballern Manowar, was das Zeug hält. Die Fans zeigen nach Aufforderung immer wieder das Manowar-Identifikations- und Grußzeichen: Das „sign of the hammer“. Die US-amerikanische True-Metalband gibt in ihren im freundlichen Schwarz gehaltenen knallengen Lederanzügen die Poser vor dem Herren. So will man das sehen: „Heavy Metal Rocktheater“.
Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Im Verlauf der Show darf noch ein Fan mit auf die Bühne und Manowar auf der angeblich „größten Gitarren-Anlage der Welt“ zu begleiten. Der Feldversuch wird an „The Gods Made Heavy Metal“ vollführt, ein mutiger Freiwilliger mit sichtbaren Alkoholpegel muss nicht lange gesucht werden.
Die einst und nach offiziellen Angaben immer noch lauteste Band der Welt, ist der Wahrnehmung vieler hier in der AWD Hall gar nicht so laut, zumindest nicht laut genug, wenn es nach dem Geschmack einiger aus dem Fan-Pulk geht.
Auf die Frage des hier allgemein sehr kommunikationsstarken Joey DeMaio, ob der Bandsound denn laut genug sei, gab es zahlreiche verneinende Resonanzen aus dem Publikum. Das lässt ein echter Manowar- Haudegen wie DeMaio nicht lange auf sich Sitzen und schlägt den Hannoveranern ein Bass-Solo zwischen Flamenco und Metal um die Ohren, das sogar das Gestühl der AWD Hall zum Zittern bringt.
Auch wenn es bei Manowar natürlich in erster Linie um ordentlich Rums geht, die Band verfügt auch über die Gabe wunderschöne, gefühlvolle Balladen zu spielen, wo dann auch Sänger Eric Adams besonders brilliert.
Aufgez. + Fotos: Lars Peters
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Hey munin, danke für die Blumen:-) und
danke für den Hinweis bezgl.Donnie Hamzik, ist entsprechend eingefügt, war ein Versehen. Unser Kollege, der vor Ort war berichtet jedoch, dass es tatsächlich Joey DeMaio war, der die Frage nach der Lautstärke gestellt hat und das darauf ein "nein" aus dem Publikum zurückkam. Möglicherweise hat Sänger Eric Adams diese Frage vorher oder später ebenfalls gestellt...VG, Andreas
Heddyhedy am 01.02.10, 09:21 Uhr
Wieder mal ein Hammerkonzert von den "Kings of Metal",obwohl es diesmal nicht in der Halle geregnet hat und es keine große Bühnenshow gab.
Die Lautstärke war ok, für die kleine Halle.
munin am 01.02.10, 08:28 Uhr
sehr schlampig recherchiert der artikel für meinen geschmack!
an den drums spielte die ganze tour über donnie hamzik statt scott columbus.
die frage, ob es laut genug sei stellte eric adams und nicht joey demaio.
ich habe keine rufe gehört, dass es nicht laut genug sei.
der sound war in hannover durchaus als gut zu bezeichnen.
die peinlichen vergleiche von karl logan mit waynes world schreibt auch nur jemand, dem fachlich nichts weiter einfällt. ich kann nicht verstehen, was die schreibende presse antreibt, ständig alles ins lächerliche zu ziehen. tausende fans haben während der letzten zwei wochen deutlich dokumentiert, dass es immer noch reichlich anhänger dieser musikrichtung gibt.
ich habe zwei konzerte der tour besucht und war wie viele freunde vollauf zufrieden mit der performance. komisch dass sich das selten in den reviews wiederfindet.