So hat es den Besuchern gefallen
Die Hannover rockt-Umfrage 2002
Am vergangenen Wochenende 19. und 20.April war wiederum das MusikZentrum Hannover Schauplatz des 2.Hannover rockt-Festivals.
Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung dieser Art Anfang Oktober letzten Jahres, strömten auch dieses Mal die Besucher in Scharen in die Emil-Meyer-Straße Hannover und sorgten an beiden Abend jeweils für eine fast volle Halle. Knapp 1200 Menschen die mal hören und sehen wollten, was sich so tut in der lokalen Musikszene in Hannover.
Mittendrin: Rockszene.de-Mitarbeiterin Frauke Rauner, die sich bei Besuchern und Beteiligten von Hannover rockt 2 umhörte...
Carsten Tech (25 Jahre, Sänger von Quarter to Eleven):
Die Veranstaltung ist gut aufgemacht und eine gute Gelegenheit, hannoversche Bans zu hören. Man lernt die Szene besser kennen. Begeistert war ich wieder von der Band Graze, wir haben ja auch mal mit denen zusammengespielt. Ansonsten lass ich mich von den anderen Bands überraschen. Unser Konzert lief gut und es hat riesigen Spaß gemacht. Erfreut hat mich, dass auch viele Leute da waren, die uns noch nicht kannten und mitgefeiert haben. Vielleicht kommen diese nun auch zu unseren Konzerten und kaufen die neue CD.
Eva (35 Jahre) und Nico (28 Jahre, Drummer bei der hannoverschen Band Seven):
Gespannt sind wir auf Grand Hill. So hoffen wir, dass die Jungs gut drauf sind. Bisher haben wir nur einige Songs von Q-Bic gehört, ist aber nicht unsere Musikrichtung. Die Stimmung ist gut und es wird bestimmt ein schöner Abend.
Julia und Regine (beide 26 Jahre und Studentinnen):
Wir sind nur wegen Shopmouse hier und die waren wieder herrlich. Wir hatten uns im Vorfeld die CD mit den ganzen Bands angehört und wussten so schon, dass uns außer Shopmouse und auch Grand Hill, die ja leider schon gestern spielten, nichts gefällt. Die Jutta Weinhold Band zum Beispiel waren ganz schlimm und auch das was man von hier draußen hört, klingt nicht gut. Wahrscheinlich war die Qualität der Bands, die gestern spielten eh besser und die Leute waren wohl auch besser drauf.
Jürgen (51 Jahre) und Friedhelm (54 Jahre):
Wir wollen nachher das Hakan Türközü Trio inklusive Hammond Orgel hören. Die Band Tiefenrausch waren gut, der Sound weniger. Es war zu bass- und drumlastig und so konnte sich oft die Stimme des Sängers nicht richtig durchsetzen. Schade. Die Stimmung bisher ist ganz ordentlich und wird sicher im Laufe des Abends immer besser werden. Die Post geht hoffentlich noch ab. Im Sommer ist so ein Festival bestimmt noch schöner, da man dann nicht von extremer Hitze drinnen in die Kälte draußen kommt. Es spielen heute Abend viele musikalisch unterschiedliche Bands und das bereitet Freude.
Michael (35 Jahre, Musiker) und Kai (32 Jahre, kaufmännischer Angestellter):
Also erst mal muss gesagt werden, dass wir beide im Herzen Musiker sind und es sich folglich fast von selbst versteht, dass wir heute Abend anwesend sind. Wir haben von der ersten Veranstaltung letztes Jahr im Oktober viel Positives gehört und so wollten wir das auch mal erleben. Natürlich freuen wir uns besonders auf Grand Hill und das Hakan Türközü Trio. Cram waren ziemlich gut, auch wenn es Hip Hop war und das nicht wirklich unsere Musikrichtung ist. Aber das ist ja das Gute und Besondere an solchen Veranstaltungen, dass man wegen einer bestimmten Band kommt und so auch Bands hört, die man sich sonst nie anhören würde, weil man sie nicht kennt. Somit entdeckt man neue Bands für sich. Das ist klasse.
Oliver (43 Jahre, freier Künstler):
Die Bands hier versuchen, mit Musik die Herzen der Menschen zu erreichen und ich versuche das in meiner Kunst. Darum bin ich hier. Drinnen im MusikZentrum ist es zu eng und stickig, deshalb habe ich beschlossen, doch die meiste Zeit hier draußen zu verbringen und gelegentlich den Bands zu lauschen. Ich hoffe auf einen schönen Abend mit netten Leuten und Amüsement.
Stefanie (34 Jahre, Multimediassistentin):
Die erste Band Donkey Bridge war fantastisch und ich war begeistert, der Rest naja...
Aber es macht Spaß hier und die Veranstaltung ist sehr gut organisiert
Patrick und Markus (beide 14 Jahre und Schüler):
Außer Jon Bon Deppe haben uns bisher alle Bands gefallen. Vorher kannten wir die alle nicht. Es sind viele Leute gekommen. Hoffentlich hotten die nachher auch noch ein wenig ab. Wir hören am liebsten so Punk und Rockmusik und wollen später auch mal richtig Musik machen.
Reinhard Stroetmann (Herausgeber magascene) und
Gaby Sundmann (Lehrerin):
Wir möchten heute Abend ein paar Bands hören und sehen. Wir sind gespannt ob auch diesmal genauso viele Besucher dabei sind wie beim ersten "Hannover rockt". Das Festival ist eine gute Möglichkeit, um zu erfahren was in der Hannover- Szene los ist. Wir sind wegen keiner speziellen Band hier, lassen uns einfach überraschen. Die Stimmung ist angenehm und bisher sind auch schon ziemlich viele Leute hier. Das ist gut so.
Sabine (35 Jahre, Projektleiterin im MusikZentrum):
Die Stimmung ist super. Es ist total voll und das ist erfrischend und schön. Ich freue mich, dass so viele Leute den Weg hierher ins Musikzentrum gefunden haben. The Greatful Dieter habe ich gehört. Die waren cool und routiniert. Von Shopmouse war ich enttäuscht. Klar, sie waren sehr professionell auf der Bühne und die Leute haben sie abgefeiert. Der Sänger hat eine verdammt charismatische Ausstrahlung, aber das Gesamtkunstwerk Shopmouse war heute sehr schwach. Schade. Ansonsten erhoffe ich mir, dass sich das Projekt "Hannover rockt" langfristig hält, ist es doch ein hervorragendes Forum für die hannoverschen Bands, sich zu präsentieren. Und es gibt ein großes Potenzial in Hannover.
Tim Hespen (28 Jahre, Sänger und
Gitarrist von Systemhysterie):
Bisher ist der Abend sehr amüsant. Das Highlight war auf jeden Fall Grand Hill feat. Perau. Ich freu mich nun auf Spax. Jon Bon Deppe war schon super. Die Verstärkung durch Dean Marko war spannend. Charmanter ist es jedoch, wenn Jon Bon auf kleineren Bühnen spielt. Grand Hill waren stark. Jens Nickel ist sehr gut an der Gitarre und Olli Perau ist eh der Robbie Williams von Hannover, der einzig richtige Popstar hier. So ist dann eine Bühne eine richtige Bühne. Ansonsten geht's mir gut, die Stimmung ist super und von den nächsten Bands lasse ich mich gern überraschen.
Uli Kniep ( Moderator bei RADIO 21):
Bisher bin ich angenehm überrascht von der Veranstaltung, auch wenn die Musik nicht unbedingt mein Geschmack ist. Ich habe schon im Voraus in unserer Sendung Rockhouse, die immer von 18 bis 22 Uhr läuft, auf das Festival verwiesen und beispielsweise die Noetics und Daddy Long Legs gespielt. Sehr gespannt bin ich auf Grand Hill, gespannt auf Olli Perau. Ich schätze ihn sehr als Sänger, sei es nun bei Terry Hoax, als "Juliano Rossi", Perau oder bei Grand Hill. Q-Bic hat mir gefallen. Meine Erwartung für diese zwei Konzertabende sind hoch, hat doch der Erfolg von "Hannover rockt" im letzten Jahr zur Wiederholung in diesem Jahr geführt.
Die hannoversche Szene ist groß und ein Festival solcher Art ist gut, um den Leuten neue Bands ins Bewußtsein zu rufen. Viele Musiker bemängeln, dass die wenigen Auftritts-möglichkeiten in Hannover Zukunftschancen verbauen. Das ist sicher nicht so, gibt es doch ein abwechslungreiches Angebot an Locations. Ich denke, der Grund liegt woanders. Die Leute haben kaum Gelegenheit, auf neue Bands aufmerksam gemacht zu werden. Mit unserer Sendung "Rock von nebenan" geben wir da sicher eine kleine Hilfe. Solche Festivals sind auch ein guter Weg, um das Interesse der Leute zu wecken. Die Hannover Szene braucht sich schließlich nicht zu verstecken. Schön, dass endlich auch Sponsoren wie Sennheiser oder Bild Einsehen haben und etwas für die kleineren Bands tun.
Werner Bergmann (25 Jahre, Sänger von Tiefenrausch):
Tja, als erste Band den Abend zu eröffnen, ist immer schwierig. Und sich dann in nur einer halben Stunde zu beweisen ebenso. Man muss alles geben. Anfangs waren ja noch recht wenig Leute da, dann wurden es mehr und es machte so auch mehr und mehr Spaß. Das Konzert lief gut, die Verpflegung und Organisation ist sehr gut. Wir hoffen nun, dass einige Leute unsere CD kaufen und der Name Tiefenrausch einigen im Gedächtnis hängen bleibt. Schöne Stimmung herrscht , Q-Bic waren super und bei Jon Bon Deppe feiert man eben immer ab. Es war klasse, hier gespielt zu haben.
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