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Und das meinen die Besucher....
Umfrage beim „Best of Emergenza“ 2002

Viel los war nicht beim so genannten „Best of Emergenza 2001“-Konzert am vergangenen Samstag im MusikZentrum. Der eigentliche Wettbewerb liegt schon über ein halbes Jahr zurück und da wo es um nix mehr geht, bleiben viele Fans der Bands daheim auf dem warmen Sofa. Dennoch empfanden die meisten Besucher die Stimmung als angenehm. Unsere Mitarbeiterin Frauke Rauner hat sich mal wieder unter´s Volk gemischt und Meinungen eingeholt. Zum Konzert, den Bands sowie der regionalen Musikszene im Allgemeinen und Speziellen.
Hier ein paar Stimmen:

Eva (26 Jahre, Studentin), Melanie (27 Jahre, Physiotherapeutin) und Jörg (27 Jahre, Student):
Emergenza kennen wir nicht. Wir sind heute einfach nur zum Vergnügen hier und wollten mal schauen, ob es hier gute Livemusik gibt.
Wir gehen ansonsten nicht oft zu Konzerten und wenn, dann eher zu lokalen Bands der Richtung Rock und Independent. Der Eintrittspreis und auch die Getränkepreise heute abend sind okay. Es ist eine nette Stimmung hier, aber wir haben gedacht, es würden mehr Leute vorbeischauen.
Es gibt in Hannover eine sehr abwechslungreiche Szene, die durch Medien wie magascene oder ähnliche recht gut präsentiert wird. Manchmal kriegt man jedoch einfach zu spät mit, wo und wann Veranstaltungen laufen. Daher könnte die Verbreitung dieser in den Medien wohl noch mehr ausgebaut werden. Es gibt doch eine so schöne Vielfalt in der hannoverschen Musikszene.

Michael (38 Jahre, Student der Sozialpädagogik):
Ich war bei einigen der Vorentscheide von Emergenza dabei. Es herrschte ein gute musikalische Breite. Oft besuche ich Konzerte lokaler Bands, bevorzuge dann Rock- und Metalkonzerte und gehe meistens in die Faust, Glocksee oder eben ins Musikzentrum.
Oft fahre ich auch nach Braunschweig oder Hildesheim. Heute abend sind viel zu wenig Leute hier. Ansonsten läuft die Veranstaltung gut.
Ich war positiv überrascht von Primate Pookie, hatte die Band vorher noch nie gesehen. Die Medienpräsenz ist in Hannover ungenügend. Da läuft zum Beispiel in Göttingen weit mehr.
Schädelspalter und magascene und auch Radio 21 versuchen sich in dieser Hinsicht. Hingegen war und ist das magascene einfach viel zu unübersichtlich.

Claudia (18 Jahre, Auszubildene) und Maren (19, Friseurin):
Wegen Mary`s forbidden dreams sind wir heute natürlich hier. Auch bei den Vorentscheiden und dem Finale von Emergenza im letzten Jahr waren wir dabei. Und dann sind wir noch zum Taubertal-Openair nach Rothenburg gefahren, natürlich auch um Primate Pookie dort zu erleben.
Bis jetzt läuft die heutige Veranstaltung ganz schön zäh, SOS waren nicht so gut und es sind natürlich viel zu wenig Leute hier. Aber trotzdem herrscht eine ganz angenehme Stimmung, wie eigentlich auch immer hier im Musikzentrum. Wir besuchen oft Konzerte, meistens von den Bands Vollmilch und M.F.D. Auch zu Konzerten größerer Acts gehen wir, wenn diese nicht ganz so teuer sind.
Wir wünschen uns mehr Informationen über die Konzerte lokaler Bands in den Tageszeitungen, auch mit genauen Angaben zu den Eintrittspreisen.
Emergenza ist eine ganz gute Sache. Sicher kann man sich über die Entscheidung durch das Publikum streiten. Es sind damals dadurch auch einige Bands ins Finale gekommen, die doch recht mies waren, aber eben viele Fans mitbrachten.

Kathrin (26 Jahre, Fachangestellte beim Anwalt) und
Ben (26 Jahre, Techniker für Elektronik)
:
Wir wollten uns das spielerische Können der hannoverschen Musiker zu Gemüte führen. Wir sind selber Musiker und so liegt es nahe, zu vielen Konzerten zu gehen.

Das heutige Festival hat uns zur Hälfte gefallen, was bedeutet, dass einige gute Musiker dabei waren, aber irgendwie der letzte Schliff und besonders das Zusammenspiel innerhalb der Bands fehlte. Außerdem war das Bier und auch der Eintritt zu teuer.
Das Angebot von guten Bands in Niedersachsen ist recht groß, doch fehlt die regelmäßige Verbreitung durch die Medien.

Kathrin:
Am meisten gerockt haben heute abend die Prophets of Destiny. Die haben einfach schönen und guten Rock präsentiert, jedoch hemmt der Sänger den Gesamteindruck. Ich denke, die Band könnte ohne ihn einfach mehr.