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| Interview mit Lacuna Coil Von Sascha Roder
Bei größtenteils sonnigem Wetter konnten so hervorragende Live-Acts wie Theatre Of Tragedy, Lucyfire, Subway To Sally, The Inchtabokatables, Paradise Lost, Mesh, Phillip Boa And The Voodooclub (waren für The Cult eingesprungen), The 69 Eyes oder Covenant bestaunt werden, die an zwei Tagen von mittags bis in die tiefe Nacht für eine ausgelassene Stimmung unter den Fans sorgten.
Cristina: Es war fantastisch, wir hatten viel Spaß auf der Bühne. Bei jedem Auftritt versuchen wir unsere Energie auf die Zuschauer zu übertragen und das hat hier sehr gut funktioniert. Die Leute haben auf jeden Song mit Begeisterung reagiert. Andrea: Wir waren uns nicht sicher, was uns erwarten würde, denn das Publikum bestand überwiegend aus Gothic-Fans, die oftmals sehr ruhig und zurückhaltend sind. Aber sie haben sich auf uns hervorragend eingelassen und sind richtig mitgegangen. Rockszene.de: Wie beurteilt ihr das M`era Luna-Festival? Cristina: Es ist ausgezeichnet organisiert. Das Catering, die Umkleideräume, der Bühnensound alles wirklich vom Feinsten. Für uns ist es sehr interessant, dass es so viele Festivals in Deutschland gibt. Als Band hast du dadurch gute Möglichkeiten, deine Musik zu promoten und viele Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern anzusprechen. Open-Airs wie das M`era Luna nehmen wir gerne als Forum. Andrea: Da wir mit unserer Musik kein einheitliches Publikum ansprechen ist es wichtig für uns, dass nicht nur "Metaller" oder Gothic-Fans anwesend sind, sondern eine Mischung aus vielen Menschen. Wir möchten in erster Linie unseren künstlerischen Gesamtausdruck vermitteln, denn wir verarbeiten sehr unterschiedliche Stile in unseren Liedern. Rockszene.de: Was haltet ihr von Marilyn Manson?
Rockszene.de: "Senzafine" ist euer einziger italienischer Song. Warum schreibt ihr nicht mehr Stücke in euer Heimatsprache? Cristina: Wir werden sicherlich auch wieder Stücke in Italienisch schreiben, aber ich singe lieber in Englisch. Interessant könnte es für uns auch mal sein, mit anderen Sprachen wie Spanisch oder Französisch zu experimentieren". Andrea: "Wenn deine Heimatsprache natürlich und passend rüberkommt wie bei "Senzafine", dann ist es o.k. Es ist nicht einfach in Italienisch zu singen, denn es ist eine sehr melodische Sprache. Und dieser Ausdruck passt nicht zu jedem Song. Englisch ist dagegen eine Sprache mit sehr viel Power". Rockszene.de: Eure aktuelle CD "Unleashed Memories" ist ruhiger als das erste Album "In A Reverie". Ist es eine musikalische Entwicklung, das ihr heute eingängigere Songs macht oder wird das nächste Werk wieder härter werden? Cristina: Es war nicht einfach, das letzte Album fertig zu stellen, denn wir haben mehrmals die Strukturen und den Sound der Stücke verändert, bis alles passte. Daher kann ich noch gar nichts zum kommenden Album sagen. Vielleicht geht es wieder verstärkt in Richtung unserer ursprünglichen "Metal-Roots", denn wir wollen nicht zu viele elektronische Spielereien einbauen. Aber ich finde, das unsere aktuelle CD trotz der melancholischen Stimmung eine ganze Menge Power hat. Es ist eine gesunde Mischung aus Härte und Melancholie. Rockszene.de: Was habt ihr für die Zukunft geplant? Cristina: Wir spielen noch zwei kleine Festivals in Italien, bevor wir uns an die Arbeit zum nächsten Album machen, was relativ schnell erscheinen wird. Vermutlich Anfang nächsten Jahres, im Frühling. Rockszene.de: Habt ihr schon neue Songs geschrieben? Cristina: Wir haben sehr viele Ideen gesammelt, aber uns fehlte bisher die Zeit, diese zu neuen Stücken zu formen. Die Songs werden wir dann in Ruhe in unserer gewohnten Umgebung ausarbeiten. Rockszene.de: Dann viel Glück und Danke für das Gespräch. Cristina u. Andrea: Kein Problem, wir danken euch. |