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| VW-Coaching Woche mit The Splash - Rockszene.de war dabei
Neben The Splash sind in diesem Jahr die Bands Caféhaus, Keine Halben Sachen, Neulich und Unbelievable Scenes mit von der Partie. Jede Band weilt eine Woche im MusikZentrum und feilt in von prominenten Profis aus dem Musikbusiness geleiteten Workshops an ihren Songs und ihrer Performance. Der Sprung ins professionelle Musikgeschäft ist für die Bands nicht nur Wunschtraum sondern fest anvisiertes Ziel. The Splash sind von der Location in Hannover begeistert und freuen sich darauf, eine ganze Woche jeden Tag auf der großen Bühne live zu spielen und an ihren Songs und ihrer Bühnenshow zu basteln. The Splash schöpfen ihre Inspirationen aus britischer Gitarren-Pop-Musik wie man sie von Bands wie Blur kennt. Am ersten Tag führt man ein Gespräch mit mit einem wichtigen Entscheidungsträger einer Plattenfirma. Sina Farschid ist A+R-Direktor von EPIC-Records. Smudo, Kopf der populären Band Die Fantastischen Vier ist auch anwesend. Das Ergebnis dieses Gespräches betrachten The Splash mit gemischten Gefühlen. Ihre Musik sei sicherlich interessant, würde sich für eine Vermarktung jedoch nicht unbedingt sofort aufdrängen, hatte ihnen Farschid erzählt und ihnen mit Smudo geraten, es einmal mit deutschen Texten zu probieren. Deutsche Texte zu Musik, dessen Basis moderner, innovativer Pop, britischer Prägung ist? Damit tun sich The Splash schwer. "Es ist schwer, viele Melodiebögen in unseren Songs mit deutschen Texten zu unterlegen. Die deutsche Sprache ist häufig recht kantig, das kann alles schnell platt klingen", sorgt sich Bassmann Georg zunächst.
Einige Gymnastikübungen aus der Rückenschule machen die Musiker locker. Für fünf Songs werden die Bewegungsabläufe auf der Bühne erarbeitet. Eva Maria Am Mittwoch steht "Arrangement" auf dem Stundenplan. Deutschland´s "Tier am Bass" Frank Itt ist da. Zunächst werden die CD-Aufnahmen analysiert, anschließend spielen The Splash einen 40-minütigen Live-Set am Stück. Frank Itt beobachtet die Band aufmerksam und macht sich zu jedem Song Notizen.
Die Songs wirken live wesentlich überzeugender und druckvoller, als auf der CD. Itt zeigt sich von den Songwriter-Qualitäten und den meisten Arrangements positiv überrascht. Lediglich dem Schlagzeugspiel fehlt es an Dynamik. Auch der Bass ist in einigen Passagen noch nicht optimal. Nun wird aber nicht lange diskutiert, sondern es geht ab auf die Bühne. Am Donnerstag ist Smudo da und es geht ans Texten und siehe da: Ganz so abwegig ist das nicht, mit den deutschen Texten. Am Flip-Chart werden Textfragmente festgehalten die sich aus einem gemeinsamen Brainstorming entwickeln. Smudo gibt Tipps wie man mit Sprache arbeiten kann. Man hat einiges geschafft und findet die Arbeitsweise interessant. Dann ist auch schon Freitag und The Splash präsentieren sich im Rahmen einer Pressekonferenz den Medien. "Wir haben sehr viel Spaß gehabt, dass Coaching hat uns eine Menge gebracht", bringt es Sänger Hanno auf den Punkt um anschließend mit seiner Band die Bühne zu entern und ein paar Titel den anwesenden Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen live vorzustellen. Der Eindruck täuscht nicht: Die Coaching-Woche zeigt Früchte: The Splash setzen das ein oder andere neu Gelernte bei diesem kurzen Live-Set gekonnt und überzeugend um.Fotos und Bericht: Andreas Haug |