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| VW-Bandcoaching mit Caféhaus - Rockszene.de begleitete auch die letzte Trainingswoche
Im Grunde genommen ist die Musik von Caféhaus Rap mit viel Livemusik. Hier dominieren keine Samples sondern "richtige" Instrumente wie Schlagzeug, Bass, Gitarre, Piano und Trompete. "Knusprig" nennen Caféhaus ihren Sound und treffen mit dieser Beschreibung den Nagel auf den Kopf, wovon wir uns bei der Live-Performance im Rahmen der Band-Coaching Woche der VW-Soundfoundation im MusikZentrum Hannover überzeugen konnten.
"Da geht es dann darum, wie man einen Mikrofonständer positioniert um gewisse Abläufe besser zu koordinieren", erklären die Musiker weiter. Scycs-Frontman Stefan Michme, seines Zeichens ebenfalls Journalist, hat Caféhaus in punkto Medienarbeit viele wertvolle Tipps geben können und dabei von vielen guten und schlechten Erfahrungen aus seiner Karriere als Profimusiker erzählt. Sina Farschid, A+R-Direktor des zur Universal Music Group gehörenden Labels Mercury Records coachte die Band am Mittwoch in Businessfragen. "Es gibt leider immer weniger Chancen für nationale Künstler, besonders für Bands, die mit deutschen Texten aufwarten.", erklärt Farschid. "Wenn internationale Acts aus USA oder Großbritannien auf den deutschen Markt kommen, ist der Druck seitens der Plattenfirmen auf den jeweiligen A+R sehr groß. Das kann dazu führen, dass er seine nationalen Künstler zeitweise vernachlässigen muss. Vielfach ist in großen Plattenfirmen unter deren Dach viele Labels arbeiten auch die Koordination der Bereiche Produktmanagement, Promotion und Vertrieb ein Problem", so der Manager weiter. "Leider ist das Radio, allen voran die Privatsender immer weniger risikobereit und spielen nur die altbewährten Künstler, die wollen keine Spitzen, sondern möglichst über den Tag hinweg gleich bleibendes Level an Einschaltquote, um die Werbung möglichst breit gefächert zu platzieren", führt Farschid weiter aus. Von diesen Schwierigkeiten sollen sich Bands jedoch nicht entmutigen lassen, sondern möglichst ihren eigenen Stil entwickeln und sich ein eigenes, markantes Profil aneignen. "Durchschnitt gibt es viel zu viel in Deutschland", sagt Sina Farschid. Gut möglich, dass sich Caféhaus mit ihrem individuellen und schon gut ausgeprägten Stil im professionellen Geschäft behaupten können. "Uns hat diese Woche hier in Hannover sehr gut gefallen, die Bedingungen waren toll, die Atmosphäre gut und locker und die Dinge die man hier lernt, bekommt man kaum irgendwo sonst vermittelt. Es hat uns riesig Spaß gemacht", zieht die Band ein Fazit über ihr Bandcoaching. "Wir wollen eine Platte veröffentlichen und Gigs spielen. Dieses Coaching hat uns geholfen, die Systeme zu verstehen, wie man an Schlüsselpersonen in Plattenfirmen und Booker herankommt", sind sich Caféhaus einig. Fotos und Bericht: Andreas Haug |